Alice Shalvi

Alice Shalvi: Akademikerin, Feministin, Erzieherin und Friedensaktivistin

Alice Shalvi blickt nicht nur auf eine bemerkenswerte Karriere als Universitätsprofessorin zurück, sondern auch als Erzieherin und Aktivistin. Anhand ihrer Biographie lässt sich auch die Entwicklung des feministischen Aktivismus in Israel verfolgen.

 

Alice Shalvi kam 1926 in Essen, Deutschland, als Tochter einer orthodoxen galizischen Familie zur Welt. Im Mai 1934 musste die Familie nach Großbritannien flüchten. 1944 begann Alice Shalvi als eine der wenigen Frauen ein Studium in Cambridge – eine bemerkenswerte Leistung für eine jüdische Studentin. Nach Abschluss ihres BA in englischer Literatur absolvierte sie ein Masterstudium an der London School of Economics. Als begeisterte Zionistin wollte sie ihre Fähigkeiten als Sozialarbeiterin anwenden, um Holocaustüberlebende in die Gesellschaft des jüdischen Staates zu integrieren. Doch als sie Ende 1949 nach Israel kam, bestand kein Bedarf an Sozialarbeiterinnen. Stattdessen bot ihr die Hebräische Universität in Jerusalem 1950 eine Position in der englischen Abteilung an. Sie unterrichtete dort bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1990.
1950 heiratete Alice Moshe Shelkowitz, einen Einwanderer aus den USA. Später änderte das Paar seinen Namen auf Shalvi. Ihre sechs Kinder kamen zwischen 1952 und 1967 zur Welt. Alice Shalvi konnte trotzdem ihre bemerkenswerte Karriere machen, weil ihr Mann Moshe nicht nur ein unterstützender Partner, sondern auch ein wahrer Feminist war. Als Herausgeber von Nachschlagewerken, u.a. der Encyclopedia Judaica, initiierte und begleitete er die Herausgabe des bahnbrechenden Werks „Jewish Women: A Comprehensive Historical Encyclopedia“. Herausgeberinnen waren Paula Hyman und Daliah Ofer unter Mitarbeit von Alice und Moshe Shalvi. Die Enzyklopädie erschien 2006.

 

Feministisches Erwachen und die Einführung der „Women’s Studies“
Alice Shalvis akademische Karriere war erfolgreich: Sie unterrichtete in der englischen Abteilung der Hebräischen Universität und führte 1969 die englische Abteilung an der neu gegründeten Universität des Negev in Beer Sheva (seit 1973 Ben Gurion University of the Negev) ein. Doch als sie sich 1973 um die Position des Dekan der Universität Beer Sheva bewerben wollte, machte man ihr klar, dass dies für eine Frau unmöglich sei. Als Shalvi diese Abweisung mit Kolleginnen an der Hebräischen Universität besprach, stellte sich heraus, dass alle zwar respektable Karrieren gemacht, jedoch ausnahmslos Schlechterstellungen bei Beförderungen und Diskriminierungen erlebt hatten. Am schockierendsten war, dass sexuelle Belästigung weit verbreitet war. Als die Frauen dem Rektor das von ihnen gesammelte Material zur Schlechterstellung von Universitätsmitarbeiterinnen vorlegten, zeigte dieser Verständnis und versprach Verbesserungen. Das Thema der sexuellen Belästigung hatten die Frauen nicht angesprochen, weil ihnen dies zu peinlich war. 1998 wurde in Israel das „Gesetz zur Verhinderung sexueller Belästigung erlassen“. 2011 wurde der vormalige Präsident des Staates Israel, Moshe Katsav, zu sieben Jahren Haft wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung verurteilt.

 

Ein weiteres nachhaltiges Ergebnis des neuen Bewusstseins der Akademikerinnen war die Entwicklung der „Women’s Studies“. Die jüngeren Universitäten in Tel Aviv und in Beer Sheva richteten Abteilungen für „Women’s Studies“ ein, die konservative Hebräisch Universität ließ sich damit Zeit. Daher unterrichteten die feministischen Akademikerinnen „Women’s Studies“ im Rahmen ihrer Fachgebiete. Alice Shalvi untersuchte zunächst das Bild der Frauen bei Chaucer und Shakespeare, später in der englischen Literatur im Allgemeinen.

 

Hinweis auf Ungleichheit
Vielen Israelis öffnete der Jom Kippur Krieg von 1973 die Augen für die Ungleichheit und Diskriminierung von Frauen. Als die Männer zum Militärdienst eingezogen waren, kamen die Industriebetriebe zum Stillstand, weil sie keine Techniker hatten, der öffentliche Verkehr brach zusammen, weil die Chauffeure fehlten, in der Wirtschaft konnten keine Entscheidungen getroffen werden, weil die zuständigen Manager abwesend waren und es keine Vertreterinnen gab. Zum ersten Mal in der Geschichte des Staates Israel wurde den Menschen vor Augen geführt, in welchem Ausmaß Frauen in niedrigere, schlechter bezahlte Positionen meist im Dienstleistungssektor gedrängt und von wichtigen Entscheidungen in Wirtschaft und Politik ausgeschlossen waren.
1975 lud Ministerpräsident Yitzchak Rabin Ora Namir ein, eine Untersuchungskommission zum Status der Frauen in Israel einzurichten und zu leiten. Alice Shalvi wurde nicht dem Komitee für Familie zugeteilt – schließlich hatte sie ja sechs Kinder. In den zwei Jahren ihrer Existenz sammelte die Kommission bisher unbekanntes Material über Frauen in Israel und wertete dieses aus. Die Ergebnisse wurden in einem zweibändigen Bericht zusammengefasst, der 140 Empfehlungen an die Regierung enthielt. Doch diese setzte kaum etwas davon um (zum Teil weil der Ministerpräsident, dem der Bericht übergeben wurde, nicht mehr Yitzchak Rabin sondern Menahem Begin war).

 

Eine bessere Ausbildung für religiöse Mädchen
Während sie noch in der Namir Kommission mitarbeitete übernahm Alice Shalvi eine weitere Aufgabe. Diese hatte auch mit der Ermächtigung von Frauen zu tun, jedoch nicht auf dem politischen sondern auf dem Gebiet der Erziehung. 1975 übernahm sie ehrenamtlich die Leitung von Pelech (Spindel), einer fortschrittlichen Schule für ultra-orthodoxe Mädchen. Obwohl die jüdische Tradition Frauen das Studium des Talmud verbietet, war dieses Pflichtfach in Pelech. Außerdem lernten die Mädchen Fächer wie Weltliteratur, die in ultra-orthodoxen Kreisen verpönt sind. Daher boykottierten ultra-orthodoxe Eltern Pelech, doch modern orthodoxe – darunter Alice und Moshe Shalvi – ließen ihre Töchter sehr gerne dort lernen. Obwohl sich die Schule unter Alice Shalvis Leitung sehr gut entwickelte, war sie dem religiösen Lehrkörper viel zu liberal. Sie stellte eine junge Religionslehrerin, die am nicht-orthodoxen (konservativen) Jewish Theological Seminary in New York ausgebildet worden war. Außerdem organisierte sie Treffen zwischen ihren Schülerinnen und Mädchen aus arabischen Schulen. Ihre größte Sünde aber war ihre Mitarbeit im Israel Women’s Network, das das Oberrabinat offen wegen der Diskriminierung von Frauen in Scheidungsverfahren kritisierte. Die Abteilung für religiöse Erziehung im Unterrichtsministerium verlangte, dass Shalvi ihre politische Arbeit beim IWN sofort einstelle, andernfalls würde die Schule ihre Zulassung verlieren. 1991 zog sich Shalvi von Pelech zurück.

 

Das Israel Women’s Network
Das Israel Women’s Network (IWN) wurde nach den Wahlen von 1984 gegründet. Untersuchungen der Wählerschaft hatten ergeben, dass nicht nur mehr Frauen gewählt hatten, sondern diese auch besser ausgebildet waren (mehr Schuljahre) als die Männer. Dennoch wurde die Zahl der weiblichen Abgeordneten in der Knesseth reduziert. Eine Gruppe von Akademikerinnen schloss sich zusammen, um den wenigen Politikerinnen dabei zu helfen, Gesetze zur Verbesserung der Rechte der Frauen im Parlament einzubringen und beschließen zu lassen. Zu diesem Zweck gründeten sie das Israel Women’s Network (IWN). Nach einem Jahrzehnt von Forschungen im Rahmen der Women’s Studies konnten die Akademikerinnen des IWN Politikerinnen mit Daten für Gesetzesvorlagen unterstützen, sie erschienen als Expertinnen bei Komitees, sie erweckten das Interesse einer breiteren Öffentlichkeit für bestimmte Themen, sie unterstützten Initiativen der Politikerinnen. Aus diesen bescheidenen Anfängen entwickelte sich ein angesehener Think Tank der sich mit allen Aspekten weiblicher Diskriminierung befasst, vom Status der Frauen bei rabbinischen Gerichten, in der Armee, bei der Sozialversicherung und bei Hilfe für Opfer von Menschenhandel udgl.

 

Friedensaktivistin
Während des Sechs-Tage-Krieges im Juni 1967 hatte Israel die Westbank und Ost-Jerusalem eingenommen. Obwohl Alice Shalvi in Jerusalem lebt, dauerte es bis 1986, dass sie eine arabische Frau traf, die keine niedrigen Dienstleistungen für Juden erbrachte, sondern bezüglich Ausbildung und Beruf ihr selbst entsprach. Vater Emanuel von der Dormitio Abtei stellte ihr eine Dozentin für Biologie an der Universität Bir Zeit in Ramallah vor. Sie unterhielten sich über sich selbst, nicht über Politik, und beschlossen ein weiteres Treffen, zu dem sie Freundinnen mitbringen wollten. Die Frauen, die kamen, hatten alle schon an Dialoggruppen teilgenommen, die den Frieden und die Koexistenz fördern wollten. Doch die ursprüngliche Gesprächspartnerin Shalvis lehnten die Palästinenserinnen als nicht repräsentativ ab, weil sie Christin war. Als Ende 1987 die erste Intifada ausbrach, fanden die Gespräche ein Ende. Doch die Frauen setzten sich auch weiterhin für Frieden ein. Sie organisierten wöchentliche Demonstrationen gegen die Okkupation, auf dem Paris Platz und nahe dem Zions Tor in Jerusalem. Dabei trugen sie schwarze T-Shirts und nannten sich „Frauen in Schwarz“. Alice Shalvi demonstrierte nicht nur in Israel, sondern auch im Ausland mit den Frauen in Schwarz. Außerdem schlossen sich den Israelis immer wieder ausländische Besucherinnen an. Unter diesen war Simone Susskind aus Brüssel. 1989 organisierte sie in Brüssel eine Dialog zwischen jüdischen palästinensischen Frauen aus Israel, an dem auch Alice Shalvi teilnahm. Unter den Teilnehmerinnen waren auch Shulamit Aloni von der Bürgerrechts-Liste, sowie Nava Arad von der Arbeiterpartei. Nach anfänglichen Spannungen und gegenseitigen Anschuldigungen wurden die Gespräche konstruktiv. Hanan Ashrawi, die Vertreterin der PLO, und die Politilogin Naomi Chazan, die auch Vorstandsmitglied des IWN war, entwarfen ein gemeinsames Papier, das eine Zwei-Staaten-Lösung und Einstellung der Feindseligkeiten forderte – und dies vier Jahre vor den Oslo Verträgen. Doch konnte das Papier nicht der Presse übergeben werden, weil Nava Arad nicht rechtzeitig die Zustimmung ihrer Partei aus Jerusalem erhielt.
2000 zog sich Alice Shalvi von IWN zurück. Heute ist sie, ebenso wie Naomi Chazan, Vorstandsmitglied des New Israel Fund, der eine fortschrittliche Zivilgesellschaft in Israel fördert.

 

Photo: Alice Shalvi (2. von rechts) bei der Vorstandssitzung des New Israel Fund in Tel Aviv, Februar 2020. © NIF

 

Bet Debora
2000 besuchte Alice Shalvi erstmals seit ihrer Flucht im Jahr 1934 Deutschland. Sie kam mit erheblichen Vorbehalten und Ängsten. Doch Deutschland überraschte sie und sie konnte damit Frieden schließen. Bei ihrem Besuch traf sie auch die Gründerinnen von Bet Debora Lara Dämmig, Monika Herweg und Elisa Klapheck und war beeindruckt von ihrer Vision einer Erneuerung des europäischen Judentums nach dem Fall der kommunistischen Regime und der Rolle, die jüdische Frauen dabei spielen konnten. Shalvi erklärte sich bereit, an der zweiten Bet Debora Tagung im Jahr 2001 teilzunehmen. Dort lernte sie den Reichtum des europäischen Judentums kennen. Bisher hatte sie nur das britische, das israelische und das amerikanische Judentum kennengelernt, aber keine jüdischen Gemeinden, die nach der Shoah wieder entstanden waren. Sie war sich nicht bewusst gewesen, wie lebendig dieses Judentum war, wie viel Kreativität und Energie europäische jüdische Frauen erfüllten. Sie nahm auch an späteren Tagungen teil. Mit ihrem reichen jüdischen Wissen und ihrer Begeisterung war sie eine der Mentorinnen von Bet Debora.

Eleonore Lappin-Eppel

 

Jewish Women: A Comprehensive Historical Encyclopedia https://jwa.org/encyclopedia/about
Israel Women’s Network https://iwn.org.il/english/about-the-israel-womens-network/
Frauen in Schwarz http://womeninblack.org
New Israel Fund https://www.nif.org

Jewish Women: Being Present, Bringing Change

Wir laden herzlich zu einer Gesprächsrunde am Dienstag, dem 17. Dezember 2019 um 19 Uhr ein.

 

 

 

Ort: Myer’s Hotel, Metzer Straße 26, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg

mit: Rabbinerin Barbara Borts (Newcastle upon Tyne), Eleonore Lappin-Eppel (Wien), Ana Lebl (Split),  Dragana Stojanović (Belgrad)

Moderation: Tanja Berg und Lara Dämmig (Berlin)

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Wir heißen alle interessierten Frauen und Männer herzlich willkommen!

– Der Eintritt ist frei –

Anschließend besteht die Möglichkeit, miteinander bei einem Glas Wein oder Wasser ins Gespräch zu kommen.

Wir bitten um Anmeldung bis 16. Dezember 2019 unter bet.debora@gmail.com

Im September 2019 fand die 9. Bet Debora Tagung in Belgrad (Serbien) statt, die dem Thema Jewish Women: Being Present, Bringing Change gewidmet war. Bet Debora und Haver Srbija haben sie gemeinsam organisiert. Haver Srbija ist eine gemeinnützige jüdische Organisation, die mit ihren Bildungsprogrammen eine pluralistische und inklusive Gesellschaft fördert und sich gegen Vorurteile, Diskriminierung, Antisemitismus und Xenophobie engagiert.

In unserer Gesprächsrunde, zu der wir Referentinnen und Organisatorinnen der Tagung eingeladen haben, möchten wir uns über interessante Themen, spannende Debatten und Begegnungen austauschen.

Dragana Stojanovic gehörte dem Team von Haver Srbija an. Sie wird die Arbeit der Organisation vorstellen und darüber sprechen, welche Anstöße die Tagung für das jüdische Leben in Serbien gegeben hat.

Rabbinerin Barbara Borts spricht über die Reaktionen auf Frauenstimmen in den Synagogen im 21. Jahrhundert

Eleonore Lappin-Eppel wird die Biografie der israelischen Feministin und Friedensaktivistin Alice Shalvi (geb. 1926 in Essen) vorstellen, die die Arbeit von Bet Debora seit vielen Jahren unterstützt.

Ana Lebl wird das Wirken der Schriftstellerin und Aktivistin Ženi Lebl würdigen.

***

Rabbi Barbara Borts has served pulpits in the UK, the USA and Canada. She is an honorary research fellow in anthropology at Durham University and a research fellow of Leo Baeck College, as well as a half-complete BaalatTefilah through EAJL. She has written many articles and papers, recently researching Jews and Christmas, rabbinic roles, and the conundrum of women’s voices in Judaism. She is the co-editor, with Rabbi Elizabeth Tikvah Sarah, of Women Rabbis in the Pulpit: A Collection of Sermons. Her PhD work was on Anglo-Reform Judaism through the lens of its music.

Eleonore Lappin-Eppel ist Historikerin am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist Mitbegründerin der jüdischen liberalen Gemeinde Or Chadasch in Wien, Vorsitzende des New Israel Fund in Österreich und seit 2015 Vorstandsmitglied bei Bet Debora e.V.

Ana Lebl holds a BA in Near Eastern Archaeology from the University of Belgrade (Serbia) and an MLitt from the St Andrews University (Scotland, UK) in Maritime Archaeology. She lives in Split, Croatia with a husband and two daughters. Ana has been President of the Jewish Community of Split. As a Jewish volunteer and lay leader, she dedicates most of her time to organizing cultural, religious and educational events, programs and seminars. Ana also promotes interfaith and intercultural dialogue in her city.

Dragana Stojanović works in the field of cultural studies and media theories, researching the ways that media influences the everyday cultural reality and processes, as well as our notions of history, contemporaneity and future. Her particular interest involves memory studies, gender studies, (post)feminism studies, posthuman studies, traditional culture studies and the like. Currently she is working as an Assistant Professor for cultural studies and theory of art and media at the Department of Media and Communications in Belgrade. She is also active within the Jewish community of Serbia, working with the organization Haver Serbia as an educational project consultant and program facilitator.

Tanja Berg ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen politischer Bildung und Forschung. Ihre Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Demokratieentwicklung, Gender und Vielfalt. Sie gehört dem Vorstand von Bet Debora an.

Lara Dämmig studierte Bibliothekswissenschaft und Management von Kultur- und Non-Profit-Organisationen und arbeitet bei einer jüdischen Organisation in Berlin. Sie ist Mitbegründerin von Bet Debora.

 

 

 

 

Verkehrsverbindung: vom S-Bahnhof Alexanderplatz oder Prenzlauer Allee mit der Tram M2 bis Prenzlauer Allee Ecke Metzer Straße oder mit der U2 bis Senefelderplatz

 

 

Die Veranstaltung wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – Geschäftsstelle Gleichstellung gefördert.

 

Bücherspenden gesucht!

 

Haver Srbija möchte eine Bibliothek aufbauen. Gesucht werden Bücher in Englisch zu jüdischer Geschichte, Kultur oder Tradition. Wer gern ein Buch spenden möchte, kann uns gern per E-Mail kontaktieren bet.debora@gmail.com oder einfach das Buch zur Veranstaltung mitbringen.

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Kulinarischer Dialog

 

am Sonntag, dem 3. November 2019 um 14 Uhr im Hort der Lemgo-Grundschule, Müllenhoffstraße 7, 10967 Berlin

 

mit Ewa Alfred und

Najda Sinanyan-Erbas

 

 

Auch 2019 wollen wir unsere beliebte Reihe fortsetzen und zum 11. Mal zu einem Dialog der armenischen und jüdischen Kochkunst einladen. Ewa Alfred wird Speisen der osteuropäisch-aschkenasische Küche aus ihrer eigene Familientradition kreieren.

Unsere diesjährige Gast Najda Sinanyan-Erbas (Istanbul) kommt aus einer Familie bekannter Kochkünstlerinnen der armenischen Gemeinde. Sie wird mit uns vegane Gerichte zubereiten, die traditionell zwischen Aschermittwoch und Karfreitag gegessen werden.

 

Ewa Alfred (Berlin) ist Juristin und Therapeutin

Najda Sinanyan-Erbas (Istanbul) ist Wirtschaftswissenschaftlerin und Konditorin. Sie spricht Französisch, Englisch, Armenisch und Türkisch. 

 

Unser kulturelles Rahmenprogramm wird dieses Mal von Kathleen Michael gestaltet.

Die Amerikanerin mit armenischen Wurzeln ist Performance-Künstlerin, Tänzerin und Fotografin. Sie wird über Identität und Tanz und über ihre Familiengeschichte zwischen Damaskus und Brooklyn sprechen.

 

Zur Deckung der Kosten bitten wir um 17 € (Ermäßigung 12 €) pro Person.

 

Wir bitten um Anmeldung bis 30. Oktober 2019 unter bet.debora@gmail.com oder talin.bahcivanoglu@berlin.de

 

Verkehrsverbindung: U7 Südstern, U8 Schönleinstraße

 

Wir danken Talin Bahcivanoglu und dem Hort der Lemgo-Grundschule für die Unterstützung!

 

Die Veranstaltung wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – Geschäftsstelle Gleichstellung gefördert.

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Short history of Jewish presence in Serbia

 

 

 

Jewish presence in Serbia can be traced back thousands of years ago to Roman times. By the 12th century, Jews were quite influential in the region as traders and were generally treated well. Under Ottoman rule, Jewish merchants became influential in trade between the northern and southern portion of the Ottoman Empire and accordingly prospered. Later in the 16th century, Jews expelled from the Iberian Peninsula during the Inquisition arrived in the region

Synagogue in Subotica

and Jews slowly began to settle in. Austria also ruled over part of the region, so Jews from various parts of the Austrian Empire began to settle in Vojvodina and establish communities in villages and cities across the region.

 

After Serbia obtained its independence in the 1830s, the newly formed Serbian government began persecuting Jews, barring Jews from certain professions. It was The Treaty of Berlin in 1878 that gave Serbian Jews full civil rights, but it was not until 1889 that the Serbian Parliament declared equal rights for all Serbian citizens and officially lifted restrictions on Jews.

 

In the early portion of the 20th century, Jews fought in the Balkan War from 1912 to 1913 and later fought in World War I. After the war, Serbia became a part of the state of Yugoslavia, and the Jewish community in Serbia was linked to Jews in other parts of the kingdom. 

 

The interwar years saw Jewish life in Serbia maintain a relative sense of stability. Antisemitism generally was not an issue, and Serbian Jews were able to participate equally in Serbian society. However, the aftermath of World War II and the Holocaust saw Serbian Jewry devastated. A majority of Holocaust survivors in Yugoslavia emigrated for Israel following its establishment in 1948, and many Serbian Jews assimilated.

 

With the disintegration of Yugoslavia in 1991 and the outbreak of the civil war, Yugoslavian Jews were thrown into the middle of the violence. Throughout the war, the organized Jewish body in Serbia provided food aid, clothing, medicine, and organizing accommodation for refugees from Bosnia and Herzegovina. During the NATO campaign on Yugoslavia in 1999, the Federation of Jewish Communities of Serbia evacuated around 600 of its members to Hungary from bombed cities, and then to Israel and other countries.

 

Though many Jews left Serbia during the violence that engulfed the region throughout the 1990s, the Jewish community in Serbia remains stable today and experiences support from the Serbian government, which recognizes Judaism as one of the seven “traditional” religious communities in the country.

 

Useful links:

Jewish Virtual Library

European Jewish Congress: Serbia

World Jewish Congress: Serbia

The Times of Israel: In impoverished: Serbia Jewish community is isolated – and rapidly shrinking

The Jerusalem Post: Zionisms. Was the Jewish state born in Serbia?

 

 

Ten interesting facts about the Jewish community of Serbia

 

Did you know that…

 

10. …according to many the 2nd largest synagogue in Europe and one of the only synagogues designed in the Hungarian Art Nouveau style left in existence is the Subotica synagogue.

 

 

Located in northern part of Serbia, this synagogue was completed in 1902and constructed when Serbia was still part of Austria-Hungary, hence this uncanny cultural influence in the synagogue’s aesthetic. The Subotica Synagogue served the Serbian Neolog community and today it is considered a Monument of Exceptional Importance, and it is protected by the national government. For many years the synagogue was neglected and just in 2018. was fully renovated.

https://www.wmf.org/history-architecture-subotica-synagogue

 

 

 

9.Shira U’tfila is the only band in this region and probably in the whole Europe that nurtures the culture of Sephardic music. The band brings together a multi-ethnic, multi-faith ensemble that draws its inspiration from the diversity and richness of Judeo-Spanish, Ottoman-Turkish, Arabic and Balkan musical traditions.

 

Our favourite song

You can also follow them on Facebook

 

 

8. …there is such a thing as Belgrade Purim?

 

The first Jewish community building in Belgrade was erected in 1860 in Dorćol, in Solunska Street- It was the famous Old Home or mildar. Mildar was also the school building where, during the Turkish bombardments in 1862, a miracle happened and the whole community found the shelter and miraculously survived the bombing of the city. There were shots and whistles on all sides. An artillery shell hit the building, but became lodged in the roof and failed to explode. This event is well-known as Belgrade Purim.

 

 

7. …the hotel where the conference will take place was owned and built by the Jewish engineer Leon Talvi in 1923, was the most beautiful and most modern hotel in the whole country and without competition even in the Balkans.

 

Constructed in reinforced concrete, with two basements, ground floor and six floors, it had its own power plant, cooling installation and ice-cream production, laundry, pumps for hot water, central heating, large kitchen, three lifts, post office and car or bus transfer. Silver cutlery, gallery of paintings and sculptures in five lounges on the fifth floor, worth 2.5 million dinars, with Italian, French, Russian and local artists paintings, open roof restaurant, café, restaurant, dancing theater and banquette halls made it even more special. According to Politika newspaper, the first Yugoslav Zionist congress took place in the theater hall of this hotel on June 16th and 17th 1924. (source: https://ester.rs/walk-jewish-inter-war-belgrade/ )

 

 

6. …a very early and strong  advocate of Jewish return to Zion was Rabbi Judah Alkalai who lived in part of the Belgrade called Zemun.

 

Judah ben Solomon Hai Alkalai, (born 1798, Sarajevo, Bosnia, Ottoman Empire [now Bosnia and Herzegovina]—died 1878, Jerusalem, Palestine) was a Sephardic rabbi .Alkalai was taken to Jerusalem at an early age, and there he was reared and educated for the rabbinate. At 25 he went to Semlin(Zemuna), than Croatia, as a rabbi and found himself teaching Hebrew to the young men of his congregation, whose native language was Ladino. He wrote two books in that language, in the first of which he argued that a physical “return to Israel” (i.e., to EretzYisraʾel, the Holy Land in Palestine) was a precondition for redemption (salvation), instead of the symbolic “return to Israel” by means of repentance and resuming the ways of God. This doctrine was unacceptable to Orthodox Jews and generated much controversy. His second book was a refutation of the heated attacks directed at his proto-Zionist views.

Here you can read more about Jewish history of Zemun and about Rabbi Judah Alkalai:

https://thenutshelltimes.com/2018/08/27/hidden-belgrade-34-rabbi-alkalai-zemun-and-zionism/

https://www.britannica.com/biography/Judah-ben-Solomon-Hai-Alkalai

 

 

5. …the grandparents of Theodor Herzl are buried on the Jewish cemetery in Zemun

 

Theodor Herzl’s paternal grandfather, Simon Loeb Herzl, reportedly attended Alkalai’s synagogue in Semlin and the two frequently visited. Grandfather Simon Loeb Herzl „had his hands on“ one of the first copies of Alkalai’s 1857 work prescribing the „return of the Jews to the Holy Land and renewed glory of Jerusalem.“ Contemporary scholars conclude that Herzl’s own implementation of modern Zionism was undoubtedly influenced by that relationship.

In 2018 a street in Zemun was named after Theodor Herzl.

 

 

4. …that there are still few community members that are very passionate to pass on the “secret” receipts of Sephardic cousin, one of them is Hanika Gashic and she prepares amazing Sephardic dishes.

 

If you would like to hear a little about her life you can watch the movie made by Centropa organization.

And also you can have a look at the recipe for burmuelos traditionally made for Chanukah

 

 

3.Geca (Geza Kon) established a bookselling and publishing business in Belgrade which soon became the largest in Yugoslavia.

 

From his premises in Belgrade he published over 3,500 books before his business was closed in 1941 with the Axis Invasion of Yugoslavia. Kon was born in Csongrád (Hungary). His father was a rabbi and was the director of an elementary school. Unable to complete school, Kon moved to Belgrade in 1889. In Belgrade, he found work in the bookshop owned by Frederick Breslauer. From there he continued his own carrier.

Today this bookstore still carries the name of Geca Kon and is located in the main street in Belgrade.

 

 

2. …the first Women’s club in Serbia was the Jewish Women’s Society

 

Jewish women’s clubs began to spring up in Sephardi and Ashkenazi communities in Serbia, Bosnia, Croatia, and the Vojvodina in the late nineteenth century, around the same time that Jewish and Christian women were creating similar organizations elsewhere in Europe. Although Jewish women were not treated as equal members of the Jewish community and were excluded from voting and participating in communal governance, women’s philanthropic organizations came to play an important role within Jewish communal life because they not only helped large numbers of needy Jews, especially women, children and the elderly, but also enhanced the communal spirit of solidarity and cooperation by holding numerous social activities and entertainments to benefit charitable causes and promote both Jewish and secular culture.In 1874 a handful of Sephardi women formed the first women’s club in Serbia, the Jewish Women’s Society.

 

 

 

1. …through all the years of 1990s wars in Yugoslavia Jews and Jewish communities were helped by many communities and organizations around the world.

 

The contacts, friendships and  “am echad lev echad” spirit followed all members during those difficult years and immediately after the war up to today,  communities of Ex-Yugoslavia continued to create programs and events where members will meet and celebrate their Jewishness.

 

 

 

Jüdische Frauenbewegung: Allianzen und Bündnisse

am Sonntag, dem 25. August 2019 von 14:00 bis 18:00 Uhr

 

in den Räumen der Synagoge Fraenkelufer, Fraenkelufer 10-12, 10999 Berlin

 

in Kooperation mit dem Kreuzberg Beit Midrasch, einer Initiative des Jüdischen Zentrums Synagoge Fraenkelufer

 

 

 

Wir heißen alle interessierten Frauen und Männer herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei.

 

 

Feminismus ist gerade in Zeiten eines gesellschaftlichen Rollbacks und einer Infragestellung demokratischer Grundverständnisse aktueller den je. Frauen* in Minderheiten wie Jüdinnen, Musliminnen oder Romnja sind gleich doppelt von antifeministischen und antidemokratischen Diskursen betroffen. Umso wichtiger ist es, dem selbst etwas aktiv entgegen zu setzen. Aber was können wir tun? Darum soll es bei dieser Veranstaltung gehen:

  • Wie gehen wir in jüdischen Gemeinschaften, aber auch darüber hinaus, mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Genderrollen und Ungleichheit um?
  • Was macht jüdischen Feminismus heute aus?
  • Was beschäftigt Aktivist*innen in anderen Minderheiten?
  • Welche Bündnisse und Allianzen sind zukunftsweisend?

Die Veranstaltung eröffnet Räume zum Diskutieren, Lernen und Vernetzen.

 

 

Programm

 

14 Uhr: Begrüßung und Einführung ins Thema Jüdische Frauenbewegung

Tanja Berg (Bet Debora) und Dekel Peretz (Kreuzberg Beit Midrash)

 

14:30 Uhr Workshop-Phase 1:

Jüdischer Feminismus – Geschichte und Gegenwart –Tanja Berg

Der Workshop gibt einen Einblick in die verschiedenen Felder jüdischen Feminismus. Wir werden zentrale Fragestellungen, Erfolge und Herausforderungen gemeinsam diskutieren.

Die Stellung der Frau im Islam – Einführung in die Thematik“– Fereshta Ludin

Mit diesem Workshop werden Grundlagen über die Sicht auf die Frau in den islamischen Quellen vermittelt und weitere Diskussionen darüber angeregt.

 

15:25 Uhr: Pause

 

15:40 Uhr: Workshop-Phase 2:

Feministische Themen, Herausforderungen und Ansätze in Islam und Judentum – Kübra Özermis und Rebecca de Vries 

Der Workshop vergleicht Aspekte feministischer Herangehensweisen in Islam und Judentum und richtet dabei den Blick besonders auf Herausforderungen, die wir teilen.

 

16:30 Uhr Pause

 

16:45 Uhr Podiumsdiskussion: Jüdischer Feminismus – Bündnisse und Allianzen mit anderen Gruppen

Diskutant*innen: Dalia Grinfeld (Keshet Deutschland), Kübra Ösermis, N.N. (RomniPhen, angefragt), Eleonore Lappin-Eppel (Bet Debora), Rabbinerin Ulrike Offenberg (Jüdische Gemeinde Hameln)

Moderation: Tanja Berg (Bet Debora)

 

17:45 Uhr: Auswertung und Abschluss

 

18:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

 

In Kooperation mit:

Kreuzberg Beit Midrash, eine Initiative des Jüdischen Zentrums Synagoge Fraenkelufer

 

Gefördert von:

 

 

 

Veröffentlicht unter Berlin

Jüdisches Leben in Berlin: vielfältig und bunt?

Wir laden herzlich zu einem Gespräch mit der Rabbinatsstudentin Noemi Henkel-Gümbel ein:

 

am Dienstag, dem 21. Mai 2019 um 19 Uhr, im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz (ehemaliges Jüdisches Kinderheim), Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin-Prenzlauer Berg

 

Wir heißen alle interessierten Frauen und Männer herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei.

 

Was macht die jüdische Gemeinschaft in Berlin heute aus? Wie vielfältig und bunt ist sie heute und wer gestaltet die verschiedenen Facetten jüdischen Lebens in der Stadt? Wir haben zu diesem Diskussionsabend, der an unsere Gesprächsrunde zum jüdischen Feminismus zu Channukka anknüpft, die Rabbinatsstudentin Noemi Henkel-Gümbel eingeladen, die sich u. a. bei Keshet e. V. für die Sichtbarkeit von LGBTQI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queer, Intersexuelle) innerhalb der jüdischen Gemeinschaft engagiert. Wir möchten uns mit ihr und dem Publikum u. a. über folgende Fragen austauschen:

  • Wie blicken wir auf jüdisches Leben in Berlin heute? Können wir schon von einem pluralistischen Judentum sprechen oder ist es noch ein weiter Weg dorthin?
  • Wie sieht es aus mit Gleichberechtigung in den Synagogen, jüdischen Einrichtungen und Institutionen, Gruppen und Initiativen?
  • Welche Rolle werden Rabbinerinnen und Rabbiner innerhalb der jüdischen Gemeinschaften in Deutschland und Europa spielen? Wird sich ihr Selbstverständnis wandeln? Wird der Beruf weiblicher?

Wir wünschen uns ein buntes Publikum, das Interesse hat, über alle Unterschiede hinweg mehr miteinander zu reden. Deshalb freuen wir uns auf bekannte und noch unbekannte Menschen!

 

Noemi Henkel-Gümbel (27) ist seit 2018 Rabbinatsstudentin am Zacharias Fraenkel College. Sie wuchs in München auf, machte nach der Schule Alija und hat in Israel u. a. Psychologie am Interdisciplinary Center (IDC) in Herzlia studiert. In Tel Aviv war sie in unterschiedlichen jüdischen Communitys aus dem breiten religiösen Spektrum engagiert.

 

 

Verkehrsverbindung: U2 Senefelderplatz

Die Veranstaltung wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – Geschäftsstelle Gleichstellung gefördert.


Veröffentlicht unter Berlin

Künstlerinnengespräch mit Rachel Kohn und Zohar Fraiman

am Dienstag, dem 9. April 2019 um 19 Uhr im Atelier Rachel Kohn, Danckelmannstr. 54c, 14059 Berlin

Wir heißen alle interessierten Frauen und Männer herzlich willkommen!

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter bet.debora@gmail.com bis zum 7. April 2019.

Wir laden zu einem Gespräch mit den beiden Berliner Künstlerinnen Rachel Kohn und Zohar Fraiman ein. Wir möchten uns mit ihnen darüber austauschen, welche Rolle ihre Identitäten als Jüdinnen und Frauen in ihrem künstlerischen Schaffen spielen, welche Themen und Debatten sie in ihrer Kunst aufgreifen.

Hinuma, 31×24-31×48 cm (closed), oil on wooden canvas, 2017

Zohar Fraiman (* 1987): Geboren in Jerusalem und aufgewachsen in der jüdisch-orthodoxen Siedlung Hashmon’aiim im Westjordanland, ist die israelische Künstlerin derzeit in Berlin beheimatet. Bevor sie 2015 ihr Studium an der Universität der Künste Berlin als Meisterschülerin abschloss, studierte Fraiman an der Jerusalem Studio School, Israel (2005-09). Stipendienaufenthalte hatte sie an der Villa Pieve, Italien (2008) inne, sowie in Griechenland, mit Physis (2013). Mit ihren Arbeiten ist sie regelmäßig in internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten. U. a. im Museion Atelier Haus Bozen und in der Kunsthalle Bozen (2016), Galerie Russi Klenner (2017) und Schloss Achberg (2017). Sie war u. a. Stipendiatin der Dorothea Konwiartz Stiftung und der Elizabeth Greenshields Stiftung.

www.zoharfraiman.com

www.russiklenner.de

Ausstellung München 2017

Rachel Kohn wurde 1962 in Prag geboren, studierte an der Kunstakademie in München und schloss als Meisterschülerin ab. Studienaustausche brachten die Bildhauerin nach Israel, Bolivien und Mexiko. Sie wurde von der Künstlerförderung Berlin und der Stiftung Zurückgeben gefördert und realisierte zahlreiche Ausstellungen. 2016 gewann ihr Beitrag beim Wettbewerb »Gestaltung des Gemeindesaales der jüdischen Gemeinde Nürnberg« und wurde realisiert.

In Augsburg, Otterndorf und in Berlin stehen Werke von Rachel Kohn im öffentlichen Raum. Viele Judaica sind im Besitz deutscher Politiker wie Joschka Fischer, Roman Herzog, Guido Westerwelle u. v. a., die ihnen vom American Jewish Committee überreicht wurden.

Ihr Material ist der hochgebrannte Ton, ihre Themen Häuser und andere Gebilde, die als Symbole für Beziehungen, Lebensentwürfe und philosophische Gedanken stehen. Seit 2007 ist sie im Vorstand des Frauenmuseums Berlin, in dem sie sich auch als Kuratorin einbringt.

www.rachelkohn.de

https://www.frauenmuseumberlin.de/

Verkehrsverbindung: S41, 42, 46 Westend; U2 Sophie-Charlotte-Platz; Bus 309, M45 Klausenerplatz, Bus 109 Haubachstraße

Die Veranstaltung wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – Geschäftsstelle Gleichstellung gefördert.

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