Bet Debora Berlin

Die Bundestagswahl 2017 aus jüdischer Frauenperspektive

Wir laden herzlich zu einer Podiumsdiskussion am Dienstag, dem 5. September 2017 um 19 Uhr ein.

 

Ort: Veranstaltungsraum des Zentralrats der Juden in Deutschland, Johannisstrasse 5-6, 6. Etage, 10115 Berlin

 

Wir heißen alle interessierten Frauen und Männer herzlich willkommen!

– Der Eintritt ist frei –

Wir bitten um Anmeldung bis 3. September unter bet.debora@gmail.com

 

mit: Halina Bendkowski, Nikoline Hansen, Sergej Lagodinsky, Karin Prien, Petra Somberg-Romanski

 

 

Die Bundestagswahl 2017 findet in aufgeheizter Atmosphäre statt. Weltweit ist der Populismus auf dem Vormarsch. In Deutschland tritt mit der AfD eine rechtspopulistische Partei an, deren Repräsentant_innen auch nicht davor zurückscheuen, antisemitische und sexistische Vorurteile zu bedienen. Welche Auswirkungen hat dies auf das Leben und das Engagement jüdischer Frauen? Wie wirkt sich der geforderte Rollback in Genderfragen aus? Wir wollen in dieser Veranstaltung mit denen, die sich in Zivilgesellschaft und Politik engagieren, diskutieren und damit einen Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung innerhalb der jüdischen Öffentlichkeit leisten: Wie sehen in solch einer Situation Jüdinnen und Juden, die in deutschen Parteien und der Zivilgesellschaft aktiv sind, ihren Auftrag? Müssten angesichts der aktuellen Lage nicht viel mehr Jüdinnen und Juden in Deutschland politisch aktiv werden?

Religionsgeschichtlich betrachtet liefert das Judentum zahlreiche Impulse, die für ein verantwortungsethisches, bürgerschaftliches Engagement sprechen: So lautet einer der zentralen Imperative „Tikkun olam“ (Die Welt reparieren), auch enthält die hebräische Bibel zahlreiche sozialpolitische Impulse, nicht nur weil Jüdinnen und Juden als erste einen arbeitsfreien Tag in der Woche umgesetzt haben. Jüdinnen und Juden haben sich in Deutschland schon im 19. Jahrhundert aktiv in das politische Geschehen eingemischt, zum Beispiel im sozialistischen und sozialdemokratischen Umfeld (Moses Hess, Ferdinand Lassalle, Eduard Bernstein, Rosa Luxemburg) oder auch der Reichsaußenminister Walther Rathenau in der liberalen DDP. Über ihr heutiges Engagement in der Politik, ihre Hoffnungen und Ziele wollen wir mit jüdischen Politiker_innen und Aktivist_innen, die ein breites politisches Spektrum repräsentieren, bei einer Podiumsdiskussion debattieren.

 

Halina Bendkowski  gehörte  zu den Gründungsfrauen des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD), für den sie vier Jahre lang Bundessprecherin war. Sie ist die Initiatorin und Theoretikerin des Lebenspartnerschaftsgesetzes.

 

Nikoline Hansen (FDP), Literatur- und Kommunikationswissenschaftlerin, war stellvertretende Landesvorsitzende der FDP in Berlin. Seit 1995 vertritt sie die FDP in der Arbeitsgemeinschaft der Vertretungen politisch, rassisch und religiös Verfolgter. Sie ist zudem Vorsitzende des Landesfachausschusses Innen, Recht und Verwaltungsreform.

 

Sergej Lagodinsky (Bündnis 90/Die Grünen) arbeitet bei der Heinrich-Böll-Stiftung als Leiter des Referats Europäische Union/Nordamerika.

 

Karin Prien ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft und dort Sprecherin für Bildung und Verfassung.

 

Petra Somberg-Romanski ist Sprecherin  im Bundesvorstand des Arbeitskreises Jüdischer Sozialdemokraten und  Vorstandmitglied der SPD Arbeitsgemeinschaft der Juristen Ruhr Mitte.

 

 

 

 

Verkehrsverbindung: S1, S2, S25 Oranienburger Straße; S3, S5, S7, S75 Friedrichstraße, U6 Friedrichstraße, Bus 147 Friedrichstraße, Tram M1, M6 Oranienburger Straße; 12 Friedrichstraße

 

 

Gefördert von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung – Geschäftsstelle Gleichstellung

 

 

Wir danken dem Zentralrat der Juden in Deutschland für die Unterstützung!

 


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